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Ursprünglich war die Halbinsel von Rentierhirten, Trappern und Fischern bewohnt, entwickelte sich jedoch im 16. Jahrhundert, nach der Entdeckung der Nordseepassage stetig weiter und die damalige Siedlung Kola wuchs zu einer arktischen Handelsstadt heran. Während des Ersten Weltkrieges wurde zur Sicherstellung des alliierten Nachschubs im Jahr 1915 die Stadt Murmansk gegründet, die heute Namensgeber und Hauptstadt des Oblasts ist.


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(Die Oblast-Hauptstadt Murmansk - Foto: Aleta Weber)


Im Zweiten Weltkrieg wurde Murmansk aufgrund der strategisch wichtigen Lage von der Wehrmacht monatelang belagert und beschossen, jedoch scheiterte eine Einnahme aufgrund der unzureichenden Truppenstärke sowie am Widerstand der Stadt, weshalb sie den Ehrentitel „Heldenstadt“ erhalten hat. Auch im Kalten Krieg war Murmansk eine der strategisch wichtigen Städte der UDSSR. Zum einen war die Nordmeerflotte hier stationiert, die im Kriegsfall die russische Herrschaft über den Atlantik sichern sollte. Zum anderen war Murmansk potentieller Stützpunk zum Abschuss von Raketen. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion brachen schwere Zeiten für den Oblast Murmansk an. Die Militärmaschinerie verlor an Bedeutung, die Industrie musste sich der westlichen Konkurrenz stellen und sinkende Löhne und Sozialausgaben sowie Arbeitslosigkeit waren die Folge. Die Armut wuchs und eine hohe Abwanderung setzte ein. Obwohl sich durch umfangreichen Abbau von Bodenschätzen in der Region viel Geld verdienen lässt, kommt nur ein Bruchteil dieser Gewinne bei der dort lebenden Bevölkerung an. Der Grundsatz, dass Reichtum verpflichtet, hat in den Köpfen der neuen Oberschicht leider bis heute keine Akzeptanz gefunden.


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(Die Oblast-Hauptstadt Murmansk - Foto: Aleta Weber)

 
 

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