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K-Reise-Bericht 2013


Im Rahmen der Kontrollreise 2013, die vom 04.06. bis zum 09.06.2013 stattfand, bereisten Aleta Weber und Julian Voigt zusammen mit der Dolmetscherin Elizabeth Bagot für die Murmansk Hilfe die Städte Kandalakscha, Seljonij Bor und Murmansk, um die Erfolge der Hospizsanierung aus dem Sommer 2012 zu dokumentieren und die Sanierungsreise für den Herbst 2013, zusammen mit unseren russischen Partner, zu planen. Im Folgenden wird darüber ein zusammenfassender Überblick gegeben.


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(Das Hospiz in Seljoni Bor während der Sanierungsarebiten im Sommer 2012)


Nach der Ankunft in Kandalakscha fand als erstes ein Treffen mit dem Chefarzt des Zentralkrankenhauses Kandalakscha (Petrow Wladimir Iljanowitsch), dem technischen Beauftragten (Wassilij) und einem Oberarzt des Krankenhauses (Wladimir Wladimirowitsch) statt, bei dem nach einer herzlichen Begrüßung bei Tee und russischen Süßigkeiten die Kontrollreise 2013 koordiniert und geplant wurde. Während der Besprechung wurde, zusammen mit unseren russischen Partnern, die Zusammenarbeit und das Vorgehen für die nächsten Tage festlegte.


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(Das K-Reise-Team 2013 mit den Ärzt_innen und Schwestern des Hospizes in Seljonij Bor)


Am darauffolgenden Tag machten wir uns mit einem ortskundigen Fahrer des Zentralkrankenhauses Kandalakscha auf den Weg nach Seljonij Bor, um uns die Erfolge der Sanierungsreise 2012 und die möglichen neuen Sanierungsprojekte für den Herbst 2013 anzusehen. Nach der Ankunft auf dem Krankenhausgelände in Seljonij Bor wurden wir dort sehr freundlich durch den Chefarzt (Jewgenij Jesipowitsch) und eine Ärztin mit Tee und Gebäck begrüßt. Nach einer kurzen Besprechung, was während der K-Reise und für den Herbst 2013 geplant werden soll, fand eine Besichtigung des Bauprojektes aus dem Jahr 2012 statt. Auch hier wurden wir sehr freundlich durch die Pflegerinnen des Hospizes begrüßt und durch das Gebäude geführt. Alle Umbauten und Neuerungen wie Fenster, Badewanne, Waschbecken, Boden, Dämmungen in Dach und Boden, abgedichtete Stelle im Dach, Schönheitsreparaturen, Malerarbeiten und die neu gelieferten Betten waren nach wie vor in sehr gutem Zustand. Danach zeigte und erklärte man uns ausführlich die Arbeiten, die im Sommer 2013 angegangen werden sollten. Mögliche neue Baustellen im Hospiz sind unter anderem der Austausch der sechs letzten alten Fenster im Gebäude. Im Sommer 2012 wurden bereits die meisten alten und undichten Fenster ausgetauscht. Nun fehlen noch zwei große und vier kleine Fenster. Darüber hinaus werden ca. 25 neue Nachttische benötigt, die den hygienischen Standards eines Krankenhauses entsprechen.


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(Die alten und undichten Fenster im Hospiz in Seljonij Bor)


Die meiste Zeit und der größte Aufwand wird die Einrichtung eines Büros am hinteren Ende des Linken Flures des Hospizes in Anspruch nehmen, in dem die Ärzte und Schwestern die Büroarbeit erledigen können. Dieses geschieht im Moment an einem Küchentisch, der im Eingangsbereich des Hospizes steht. Da sich in dem Zimmer, welches zum Büro umfunktioniert werden soll auch eine Toilette befindet, die von den Bewohner_innen weiterhin genutzt werden soll, muss eine Trennwand aus Rigips mit einer Tür eingebaut werden. Ebenfalls muss die sich in diesem Raum befindliche Tür des Seiteneingangs ausgetauscht werden, da diese alt und undicht ist. Soll dieser Umbau jedoch nachhaltig sein, muss parallel das Dach über diesem Raum ausgebessert und abgedichtet werden, da sonst – vor allem im Winter – Wasser durch die Zimmerdecke dringt.


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(Die Baufällige Zimmerdecke im Hospiz in Seljonij Bor)


Ebenfalls eine größere Arbeit ist der Umbau des Vordereingangs des Hospizes. Hier sollen neben dem Austausch der Undichten Eingangstür auch die teilweise kaputten Treppenstufen ausgebessert werden. Praktisch wäre es, wenn man im gleichen Zuge eine Rampe für Menschen im Rollstuhl anbringen würde. Schönheitsreparaturen im Hospiz wären die weitere Verzierung der Wände, womit bereits im Sommer 2012 begonnen wurde und der Austausch der Feuerschutzkästen, die durch schlichte und sichere Metallkästen ersetzt werden sollen.

Nachdem wir uns die möglichen Umbauten im Hospiz angesehen haben, die teilweise nur durch professionelle Handwerker erledigt werden können (z. B. das Abdichten des Wellblechdaches), können auch Umbauten in der ambulanten Kinderstation des Krankenhauses in Seljonij Bor vorgenommen werden. In diesem Gebäudetrakt, der Teil des Hauptgebäudes ist, muss ebenfalls das komplette Dach repariert und abgedichtet werden, da vor allem im Winter Wasser eintritt und sich bereits große Schimmelflecken gebildet haben. Aus diesem Grund müssen auch die Zimmerdecken vom Schimmel befreit, neu verputzt und gestrichen werden.


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(Die Wasser- und Schimmelschäden in der Kinderstation in Seljonij Bor).


Neben der Besichtigung des alten und neuen Sanierungsprojektes in Seljonij Bor wurde auch die Organisation einer Unterbringung für die Sanierungsreise im Herbst 2013 für ca. 15 – 20 Personen geplant. Ebenfalls erstellten wir zusammen mit dem Chefarzt Jewgenij Jesipowitsch aus Seljonij Bor und dem technischen Beauftragtem (Wassilij) eine Liste mit den Umbauarbeiten, den benötigten Materialien und Werkzeugen und den ungefähren Kosten. Unserer Bitte, uns wieder bei dem Kontakt zu Baumärkten und Handwerkern vor Ort zu unterstützen und zu vermitteln, sind unsere Partner in Russland bereits nachgekommen.
Nach dem viertägigen Aufenthalt der K-Reise kann festgehalten werden, dass wir sowohl vom Krankenhauspersonal in Kandalakscha als auch dem Chefarzt und den Schwestern in Seljonij Bor Unterstützung bei der Planung und Durchführung der Sanierungsreise erhalten werden und herzlich willkommen sind. Wir wurden stets freundlich empfangen und man hat sich Zeit für ein Kennenlernen und all unsere Anfragen genommen. Ebenfalls wurde zum Ausdruck gebracht, dass man sich auf ein Wiedersehen im Herbst und den Umbau der Gebäude in Seljonij Bor freut und großes Interesse an dem Ausbau der deutsch-russischen Freundschaft hat.


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(Die Wasser- und Schimmelschäden in der Kinderstation in Seljonij Bor).

 
 

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